Mit zunehmendem Alter verliert die Stirn- und Schläfenregion an Spannkraft. Insbesondere ab dem 40. Lebensjahr können sich dabei deutliche Alterungszeichen zeigen. Die Haut wird schlaff, die Schläfen sinken herab und üben Druck auf die seitlichen Brauen- und Augenbereiche aus. Dadurch wirken Augen und Gesicht müde oder abgespannt. Eine Schläfenstraffung (bzw. “Temporal Lifting”) kann hier Abhilfe schaffen und ein jüngeres, frischeres Aussehen verleihen.

Was ist eine Schläfenstraffung?

Bei einer Schläfenstraffung handelt es sich um einen relativ kleinen und risikoarmen Eingriff aus dem Bereich der ästhetischen Chirurgie. Er kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden und dauert meist nur etwa 30 bis 60 Minuten. Über kleine Schnitte im haartragenden Bereich wird die Schläfenregion angehoben, überschüssige Haut entfernt und gegebenenfalls auch darunterliegende Muskeln gestrafft. Oft wird dieser Eingriff mit einem Brauenlifting kombiniert, um ein stimmiges Ergebnis für das gesamte obere Gesichtsdrittel zu erzielen.

Die Schläfenstraffung dient nicht nur dem Anheben der seitlichen Augenbrauen, sondern harmoniert häufig auch mit Verfahren wie Stirnlifting oder Augenlidstraffung. Dadurch entsteht ein insgesamt jüngeres Erscheinungsbild.

Gründe für eine Schläfenstraffung

Folgende Faktoren können zu einer Erschlaffung der Schläfenregion beitragen:

  • Ungesunde Ernährung: Hoher Konsum von Fett, Zucker und Fast-Food führt zu Hautproblemen und begünstigt das Entstehen von Falten oder schlaffer Haut – auch im Schläfenbereich.
  • Rauchen: Die im Zigarettenrauch enthaltenen Schadstoffe beeinträchtigen die Hautregeneration und verschlechtern die Elastizität, was zu frühzeitigen Alterungserscheinungen führt.
  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr: Die Haut benötigt genügend Feuchtigkeit; wer zu wenig Wasser trinkt, riskiert schneller auftretende Faltenbildungen.
  • Stress: Dauerstress kann sich nachteilig auf den gesamten Organismus auswirken und Alterungsprozesse beschleunigen.
  • Bewegungsmangel: Wer wenig Kalorien verbrennt und unter einem Zuviel an Energiezufuhr leidet, kann auch im Gesicht – etwa an den Schläfen – vermehrte Hauterschlaffungen bemerken.
  • Häufige Mimik: Starke und wiederkehrende Gesichtsausdrücke beanspruchen die Muskulatur. Langfristig können gewisse Areale dann erschlaffen oder sich stärker ausprägen.
  • Alterungsprozess: Ab einem gewissen Lebensalter verliert die Haut allgemein an Spannkraft. Gesunde Lebensweise, Sport und ausgewogene Ernährung können diesen Vorgang zwar verzögern, aber nicht vollständig aufhalten.

Wie wird eine Schläfenstraffung durchgeführt?

Bei der Schläfenstraffung nimmt ein Facharzt für plastische Chirurgie einen Eingriff vor, um die seitlichen Stirn- und Brauenpartien anzuheben. Hier ein Überblick über den Ablauf:

  • Reduzierung von Stirnfalten: Häufig lassen sich durch diesen Eingriff auch tiefere Falten im Stirnbereich abschwächen oder beheben.
  • Anheben der (seitlichen) Augenbrauen: Durch die Korrektur der Schläfen heben sich abgesunkene Brauenbereiche und verleihen dem Gesicht einen wachen und freundlichen Ausdruck.
  • „Frischerer“ Gesichtsausdruck: Dank strafferer Haut verschwinden Müdigkeit und Schwere in der äußeren Augenpartie.
  • Korrektur hängender Lider: Leicht gesenkte Lider oder die seitliche Partie des Oberlids können angehoben werden.
  • Optimale Brauenkontur: Die Brauen gewinnen eine ästhetische Form; ein natürliches Anheben verleiht dem Gesicht eine jugendlichere Ausstrahlung.
  • Voruntersuchungen: Wie bei allen Operationen klärt der Arzt im Vorfeld, ob allgemeine Kontraindikationen (z.B. Blutgerinnungsstörungen, Entzündungen, etc.) vorliegen.
  • Narkose / Lokalbetäubung: Meist genügt ein Dämmerschlaf oder lokale Anästhesie. Das genaue Verfahren wird zwischen Arzt und Patient abgestimmt.
  • Operatives Vorgehen: Der Zugang erfolgt meist im haartragenden Bereich, um sichtbare Narben zu vermeiden. Hier wird die Haut gestrafft, überschüssiges Gewebe entfernt und gegebenenfalls Muskulatur repositioniert. Anschließend wird die Wunde vernäht.
  • Nach der OP: Ein Kopfverband kann die operierte Region entlasten und Schwellungen reduzieren. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Klinik folgt meist die Entlassung innerhalb 1–2 Tagen.

Welche Risiken bestehen bei der Schläfenstraffung?

  • Anästhesiebedingte Komplikationen: Übelkeit, Erbrechen, Muskel- oder Halsschmerzen sowie Blutdruck- oder Herzrhythmusstörungen sind möglich, aber insgesamt selten und meistens gut behandelbar.
  • Blaue Flecken (Hämatome): Diese treten in den ersten Tagen auf und verschwinden in der Regel binnen einer Woche. Bei größeren Blutergüssen kann sich die Heilungsphase verlängern.
  • Infektionen: Nach der OP werden oft Antibiotika verordnet, um Entzündungen vorzubeugen. Sollte dennoch eine Infektion auftreten, zeigt sie sich meist mild und lässt sich mit Antibiotika oder kleineren Eingriffen behandeln. In seltenen Fällen kann sich eine Spätinfektion um jahrelang in der Haut verbliebene Fäden bilden. Dann genügt meist das Entfernen des Fadens.
  • Verfärbungen, Schwellungen, Taubheitsgefühle: Üblicherweise klingen Schwellungen und mögliche blaue Hautverfärbungen nach 10–14 Tagen ab. Ein vorübergehendes Taubheitsgefühl in der betroffenen Region kann auftreten, verschwindet aber normalerweise innerhalb einiger Wochen.
  • Kopfschmerzen: Leichte Schmerzen oder Spannungskopfschmerzen sind möglich und können mit Schmerzmitteln behandelt werden. Bei starken oder lang anhaltenden Beschwerden sollte der Arzt kontaktiert werden.

Der Heilungsprozess nach der Schläfenstraffung

Es handelt sich hier um einen minimal-invasiven Eingriff, der jedoch mit Sorgfalt durchgeführt werden muss. Durch Alter oder äußere Einflüsse entstehende Falten an Stirn und Schläfe können mit Schläfenlifting bzw. Stirnlifting korrigiert werden. Nach einer erfolgreichen OP ist oft kein stationärer Aufenthalt erforderlich, sodass man noch am selben Tag oder am nächsten Tag entlassen werden kann.

Insgesamt dauert die Regeneration ca. zwei Wochen, wobei man sich in den ersten Tagen schonen sollte – insbesondere das Mimikspiel ist zu vermeiden. Vorübergehend können Schwellungen oder blaue Flecken auftreten, die aber nach ca. 2–3 Wochen abgeklungen sind.

Die häufigsten OP-Techniken sind:

  • Endoskopisches Lifting: Ein minimalinvasives Verfahren mit nur kleinen Einschnitten im Haaransatz.
  • Subkutan oder „von unten“: Die Straffung erfolgt von innen, größere Schnitte sind selten.
  • Koronarer Schnitt: Größerer Schnitt entlang der Kopfkrone, geeignet für umfangreichere Korrekturen.

Zur genauen Vorgehensweise informiert der behandelnde Chirurg nach ausführlicher Untersuchung. Eventuell werden mehrere Methoden kombiniert.

Verhalten nach der Schläfenstraffung

  • Kopf vor Stößen schützen: Direkte Einwirkungen könnten die frischen Nähte beeinträchtigen.
  • Rauchstop: Mindestens für die Zeit der Abheilung empfiehlt es sich, auf Nikotin und Alkohol zu verzichten, um die Wundheilung nicht zu verzögern.
  • Brauen und Stirn schonen: Sprich: keine ruckartigen Bewegungen, mimische Überbeanspruchung oder Belastungen der Stirnregion.
  • Min. 1 Woche Erholung: Je nach Heilungsverlauf kann man nach wenigen Tagen wieder leichten Tätigkeiten nachgehen, sollte aber starke körperliche Aktivitäten vermeiden.
  • Regelmäßige Kontrollen und Verbandswechsel: Diese führen Arzt oder medizinisches Fachpersonal durch. Pflaster, Bandagen oder steriles Verbandsmaterial sollten nach Anweisung gewechselt werden.
  • Kopfschmerzen vermeiden: Eventuelle Migräneauslöser meiden, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Ggf. schmerzlindernde Medikamente in Absprache mit dem Arzt einnehmen.
  • Arztanweisungen exakt befolgen: Die empfohlenen Salben, Cremes oder Lotionen zur Narbenpflege sollten regelmäßig angewendet werden, damit sich die Haut optimal regenerieren kann.
  • 3–4 Wochen Schonzeit: Schwellungen und blaue Flecken bilden sich bei den meisten Patienten nach spätestens zwei Wochen weitgehend zurück. Bis zu drei Monate lang sollte man starke Sonneneinwirkung, Sauna oder intensive sportliche Aktivitäten vermeiden.

Schmerzen nach der OP

Während die Schläfenregion nach der OP meist nur gering schmerzt, können Patienten in den ersten Tagen ein Spannungsgefühl sowie leichte Kopfschmerzen wahrnehmen. Diese Symptome lassen sich gut mit Schmerzmitteln behandeln und sollten innerhalb einer Woche merklich abklingen.

Etwa 3–5 Tage nach dem Eingriff kommt es gelegentlich zu Schwellungen oder leichten Farbveränderungen (Blauverfärbungen). Nach rund 10–14 Tagen sind diese zumeist vollständig verschwunden. Da der Zugang im Haarbereich liegt, bleibt eine sichtbare Narbe fast immer aus.

Ist das Ergebnis dauerhaft?

Die Schläfenstraffung gilt als dauerhafte Korrektur, wobei die individuelle Hautalterung weiter fortschreitet. Mit einer gesunden Lebensweise und guter Hautpflege können die erzielten Ergebnisse jedoch langfristig stabil bleiben. In einigen Fällen halten die Resultate 5 bis 10 Jahre, andere Patienten berichten von einem praktisch lebenslangen Effekt.

Was kostet eine Schläfenstraffung in Istanbul?

Mit fortschreitendem Alter (oft ab 40 Jahren) kommt es insbesondere in der Schläfenregion zu Gewebeerschlaffungen. Diese können die Brauen und äußeren Augenbereiche nach unten ziehen und zu einem müden Blick beitragen. Eine Schläfenstraffung beseitigt diese Alterungserscheinungen und verleiht dem Gesicht eine jugendlichere Frische. Die Operationskosten hängen von mehreren Faktoren ab, darunter:

  • Angewandte Technik (endoskopisch, subkutan, etc.)
  • Umfang der Korrektur
  • Anästhesieverfahren (lokal oder Vollnarkose)
  • Erfahrung und Qualifikation des Operateurs

Die Kosten variieren entsprechend. Zudem ist es in vielen Ländern gesetzlich nicht zulässig, konkrete Preislisten zu veröffentlichen. Interessierte sollten sich in einer fachärztlichen Sprechstunde beraten lassen, wo man nach einer individuellen Untersuchung einen präzisen Kostenvoranschlag erhält.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die Vorteile einer Schläfenstraffung?

Der Haupteffekt besteht im Anheben erschlaffter Schläfen- und Stirnpartien. Das Gesicht wirkt weniger müde oder genervt und erhält einen frischeren, jüngeren Ausdruck.

Wer kann eine Schläfenstraffung durchführen lassen?

Grundsätzlich alle gesunden Männer und Frauen, die ab dem 40. Lebensjahr altersbedingt erschlaffte Schläfenpartien aufweisen. Auch jüngere Patienten mit genetisch oder krankheitsbedingter Gewebeerschlaffung können in Frage kommen.

Ist eine Anästhesie nötig?

Meist wird ein lokales Anästhesieverfahren gewählt, bei Bedarf kann der Eingriff auch unter Vollnarkose erfolgen.

Wie lange dauert der Eingriff?

In der Regel beträgt die OP-Zeit etwa 90 bis 120 Minuten. Je nach Umfang kann es etwas variieren.

Womit muss ich nach der Operation rechnen?

In den ersten Tagen sind Schwellungen, Blutergüsse und ein Spannungsgefühl normal. Nach 2 Wochen sind die meisten alltäglichen Aktivitäten wieder möglich. Für 3 Monate sollte man die Schläfenregion schonen (Sonne, harte körperliche Aktivität, Stöße).

Wie lange hält das Ergebnis an?

Die Ergebnisse sind langanhaltend, meist 5–10 Jahre oder teils lebenslang. Allerdings schreitet die natürliche Hautalterung fort, sodass nach vielen Jahren eine erneute Korrektur in Betracht gezogen werden kann.

Quellen:

https://www.acibademhayat.com/alin-ve-sakak-germe-ameliyati-nasil-yapilir

https://www.puritybridge.co.uk/procedure/cosmetic-surgery/lateral-temporal-brow-lift/

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