Mit operativen Eingriffen oder nicht-chirurgischen Methoden im Bereich der Gesichtsästhetik ist es möglich, Alterungserscheinungen des Gesichts zu bekämpfen. Durch den fortschreitenden Alterungsprozess können Hauterschlaffung, Hautlockerung, tiefe Falten, Kinn- und Halserschlaffung oder ein Doppelkinn entstehen. All diese Effekte lassen sich durch Verfahren der Gesichtsästhetik größtenteils korrigieren.

Natürlich können mit solchen Eingriffen die Alterserscheinungen nicht vollständig aufgehalten werden. Dennoch ermöglichen sie es, bestehende Alterungsprozesse sichtbar zu mildern und das Erscheinungsbild deutlich jünger wirken zu lassen.

Manchmal treten altersbedingte Veränderungen aufgrund genetischer Faktoren schon in jüngeren Jahren auf. In solchen Fällen entscheiden sich die Betroffenen sogar schon in jüngeren Jahren für eine ästhetische Behandlung.

Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass nur Frauen Gesichtsoperationen durchführen lassen. Inzwischen nehmen auch Männer häufig ästhetische Gesichtsbehandlungen in Anspruch.

Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährungsgewohnheiten, unzureichende Sauerstoffzufuhr und weitere Gründe können die Alterungserscheinungen beschleunigen. Auch falsche oder fehlende Hautpflege – etwa wenn man seinen Hauttyp nicht kennt oder unpassende Pflegeprodukte verwendet – kann diesen Prozess begünstigen.

Aus diesem Grund sollte man auf eine ausgewogene Ernährungs- und Lebensweise achten, genügend frische Luft und Sonnenlicht (in Maßen) tanken und Pflegeprodukte nutzen, die genau auf den eigenen Hauttyp abgestimmt sind, um den Alterungsprozess möglichst hinauszuzögern.

Um die genannten Beschwerden im Gesicht mit guten Ergebnissen zu reduzieren, können Mini-, Mittel- oder Komplett-Facelifts zum Einsatz kommen. Doch auch bestimmte Teilbereiche wie Lippen, Nase oder Kinn können ästhetisch korrigiert werden, um das Gesamtbild zu verbessern.

Für wen sind diese Eingriffe geeignet?

Für ein ästhetisches Gesichtsbild muss man nicht erst das 40. oder 50. Lebensjahr erreichen. Zwar ist der Bedarf meist ab 40 besonders ausgeprägt, dennoch können Gesichtsästhetiken bei Bedarf auch wesentlich früher durchgeführt werden.

So können etwa Personen, die nach einer Adipositas-Behandlung oder Magen-OP stark abgenommen haben und an Hauterschlaffungen leiden, bereits in jüngeren Jahren von diesen Methoden profitieren.

Liegen gesundheitliche Gründe vor, die gegen eine Gesichtsoperation sprechen, lässt sich in vielen Fällen auf oberflächlichere Verfahren ausweichen. Dafür stehen zahlreiche Methoden zur Verfügung.

Männliche Gesichtsästhetik, Kinnästhetik, Bichektomie, Botox, Fettinjektion oder chemisches Peeling sind nur einige Beispiele für unterschiedliche Gesichtsästhetiken. Alle diese Verfahren haben eigene Wirkmechanismen und individuelle Ergebnisse. Oberflächlich angewandte Methoden kann man als Teil einer regelmäßigen Hautpflege ansehen, die das Erscheinungsbild frischer und jugendlicher macht.

Facelift-Operationen werden in drei Formen unterteilt: Mini-, mittleres oder komplettes Facelift. Diese Differenzierung wird vorgenommen, um exakt den Bedarf abzudecken und den Patienten nicht mit unnötigen operativen Schritten zu belasten.

Für ein komplettes Facelift muss meist ein starker Alterungsprozess mit deutlichen Hauterschlaffungen vorliegen. Durch die Platzierung ästhetischer Nähte im Bereich des Haaransatzes lassen sich sichtbare Narben weitgehend vermeiden.

Welche operativen Behandlungen gibt es für das Gesicht?

Wie oben erwähnt, wird anhand der Bedürfnisse, Wünsche und der Gegebenheiten des Patienten entschieden, welche Verfahren in Frage kommen. In der Regel kann man chirurgische Eingriffe in die Kategorien Facelift, Nasenästhetik und Lippenästhetik einteilen, wobei es natürlich auch noch andere Teilbereiche gibt.

Wer sehr ausgeprägte Alterserscheinungen, tiefere Falten und starke Hauterschlaffung aufweist, wählt meist ein Facelift. Liegt jedoch kein hoher Alterungsgrad vor, können auch andere Korrekturen vorgenommen werden.

Zum Beispiel wünschen sich manche Patienten eine Nasenoptimierung (etwa weil sie eine Höcker- oder Schiefnase haben), da diese einen großen Einfluss auf die Gesamtästhetik des Gesichts hat. Ebenso ist das Interesse an Lippenoperationen sehr groß. Zwar lassen sich mit Botox & Co. temporäre Lösungen erzielen, doch ist ein chirurgischer Eingriff oft nachhaltiger.

Die Gesichtsästhetik umfasst jedoch noch viel mehr: Halsstraffung, Facelifting, Kinnästhetik, Ohrenkorrektur, Augenbrauenlifting, Augen-/Lidästhetik – alle diese Verfahren gehören zum Spektrum der Gesichtsoperationen.

Jeder Eingriff birgt gewisse Risiken. Wie bei jeder Operation gelten bestimmte Vorgaben, die vor und nach der Behandlung eingehalten werden sollten, um Komplikationen zu minimieren.

Die gängigsten Eingriffe der Gesichtsästhetik lassen sich wie folgt auflisten:

  • Bichektomie
  • Mandelaugen-OP (Badem Göz)
  • Augenlid-Operation
  • Facelift
  • Augenbrauenlifting
  • Nasenplastik
  • Kinnästhetik
  • Stirnlifting
  • Fettinjektion im Gesicht
  • Nasenunterspritzung

Wie lange dauert eine Gesichts-OP?

Die meisten Gesichtsoperationen dauern je nach Patient zwischen 4 und 6 Stunden. Die Haltbarkeit bzw. Dauerhaftigkeit der Ergebnisse ist abhängig von der Art des Eingriffs und variiert entsprechend.

Man sollte beachten, dass Faktoren wie Alter, Hautbeschaffenheit, Gesundheitszustand und persönliche Gewohnheiten (z. B. Rauchen) das Ergebnis beeinflussen. Bei den wichtigsten Methoden kann man in etwa von folgenden Richtwerten ausgehen:

  • Botox: ca. 6 Monate.
  • Hyaluronsäure: zwischen 8 und 12 Monaten – je nach Anwendungsgebiet.
  • PRP: nach drei Sitzungen ca. 12 Monate anhaltend.
  • Fettinjektion ins Gesicht (Lipofilling): in der Regel eine dauerhafte Methode.
  • Mesotherapie: etwa 6 Monate.

All diese Angaben sind nur Anhaltspunkte. Die individuelle Lebensweise (Sport, Ernährung, Verzicht auf Nikotin usw.) beeinflusst die Beständigkeit der Resultate. Rauchen oder andere ungesunde Gewohnheiten können die Wirkdauer verkürzen, während eine gesunde Lebensweise sie verlängert.

Welche Risiken bergen Gesichtsoperationen?

Wie jede Operation bergen auch ästhetische Eingriffe im Gesicht gewisse Risiken. Wer einen Body-Mass-Index (BMI) ab 30 hat (Fettleibigkeit) oder an Diabetes leidet, hat ein erhöhtes Risiko für Komplikationen (z. B. Blutgerinnsel in den Beinen oder der Lunge). Rauchen erhöht die Risiken und verlangsamt die Wundheilung. Diese und weitere mögliche Risiken Ihres Gesundheitszustands sollten Sie ausführlich mit dem Chirurgen besprechen. Zu den allgemeinen Operationsrisiken zählen:

  • Anästhesiekomplikationen wie Pneumonie, Blutgerinnsel oder in seltenen Fällen ein tödlicher Verlauf
  • Infektionen im Operationsgebiet, die – bei Komplikationen – eine erneute OP erforderlich machen können
  • Flüssigkeitsansammlungen (Serome): Es kann zu vorübergehenden Flüssigkeitsablagerungen unter der Haut kommen. Werden sie diagnostiziert, muss die Flüssigkeit eventuell durch eine Punktion entfernt werden.
  • Leichte bis schwere Blutungen: Bei intensiveren Blutungen ist unter Umständen eine Bluttransfusion nötig.
  • Hautnekrose (Hautverlust): In seltenen Fällen kann die Durchblutung der Gesichtshaut gestört werden, was zu Schäden bis hin zum Absterben der Haut führen kann. Die Heilung erfolgt meist durch Medikamente und Wundversorgung.
  • Nervenschäden: Verletzungen von Nervenstrukturen während des Eingriffs sind selten. Wenn es doch dazu kommt, kann das Gefühl oder die Steuerung der Gesichtsmuskulatur betroffen sein – temporär oder in Einzelfällen auch dauerhaft. Dies kann zu vorübergehenden Lähmungen und asymmetrischen Gesichtszügen führen. Mit speziellen Maßnahmen lässt sich eine mögliche Erholung unterstützen.
  • Hämatom: Ein Bluterguss unter der Haut ist die häufigste Komplikation nach Gesichtsoperationen. Meist tritt er innerhalb von 24 Stunden postoperativ auf und kann Schwellungen und Schmerzen verursachen. Eine rasche chirurgische Versorgung verhindert Folgeschäden an Haut und umliegendem Gewebe.

Welche Methoden gibt es noch?

Für Patienten, die keine dauerhafte OP wünschen, stehen viele temporäre Verfahren zur Verfügung, die das Gesicht verjüngen und beleben können. Am bekanntesten und am häufigsten genutzt sind Botox-Injektionen.

Botox-Anwendungen basieren auf Hyaluronsäure-Unterspritzungen. Diese können im Prinzip an nahezu jeder Körperpartie eingesetzt werden, unter anderem an Nase, Lippen und Augenbrauen. Da die Wirkstoffe vom Körper nach einer gewissen Zeit abgebaut werden, sind die Effekte nur temporär. Die durchschnittliche Haltbarkeit einer Botox-Behandlung liegt bei etwa 6 Monaten.

Befindet sich das Injektionsgebiet an einer wenig bewegten Zone, wie zum Beispiel der Nasenspitze (Burun ucu kaldırma), kann die Wirkung länger anhalten. In einigen Fällen ist nach mehreren Behandlungen sogar ein fast dauerhaftes Resultat möglich.

Auch die eigene Fettinjektion wird in der Gesichtsästhetik angewendet. Dabei entnimmt man an anderer Stelle des Körpers hochwertiges Fettgewebe und verlagert es ins Gesicht. Anwendung findet dies zum Beispiel im Rahmen einer Nasenästhetik oder zur Konturierung der Wangenknochen. Da körpereigene Fettzellen genutzt werden, ist das Risiko einer Abstoßung sehr gering.

Ferner existieren chemisches Peeling (Kimyasal Peeling), PRP-Behandlungen und Mesotherapie, die ebenfalls einen frischen Teint fördern.

Quelle: Naini, F. B. (2011). Facial aesthetics: concepts and clinical diagnosis. John Wiley & Sons.

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